26. März 2021
Leigh Bardugo: Grisha Trilogy, Book 1: Shadow and Bone
27. Februar 2021
Kevin Hearne: Die Chronik des Siegelmagiers, Band 1: Tinte & Siegel
378 Seiten
Erschienen: 20.02.2021
Formate: Klappenbroschur, E-Book
ISBN: 978-3-608-98203-9
Verlag & Quelle: Hobbit Presse
Klappentext:
Al MacBharrais ist gesegnet. Gesegnet mit einem ungewöhnlich schönen Schnurrbart, einem Sinn für kunstvoll gemixte Cocktails – vor allem aber mit einem einzigartigen magischen Talent. Er schreibt mit Geheimtinte kraftvolle Zaubersprüche. Und als ehrbarer Schotte setzt er alles daran, unsere Welt vor den schurkischen Knechten verschiedener Pantheons zu beschützen, im Besonderen vor Feenwesen, die alles andere als nett sind.
Traurig, aber wahr: Al ist auch verflucht. Jeder, der seine Stimme hört, geht sofort mit unvorstellbarem Hass auf ihn los. So kann er nur schriftlich oder mit Sprach-Apps kommunizieren. Und schlimmer noch: Alle seine Lehrlinge starben bei höchst sonderbaren Unfällen. Fergus wurde bei den Highland-Spielen von einem schlecht geworfenen Baumstamm erschlagen, Ramsey wurde von schusseligen amerikanischen Touristen, die auf der falschen Straßenseite unterwegs waren, überfahren. Als sein letzter Lehrling Gordie tot in seiner Wohnung in Glasgow aufgefunden wird – er erstickte an einem rosinenhaltigen Gebäck –, entdeckt Al, dass Gordie ein geheimes, verbrecherisches Doppelleben führte und in einen schwunghaften Menschenhandel mit nichtmenschlichen Wesen verstrickt war …
Rezension:
Das Aushängeschild dieser neuen Reihe ist der Humor, welcher nicht gekünstelt ist, sondern originell und unterhaltsam in die Handlung eingebaut wurde. Manche Sprüche konnten mich nicht abholen, okay, doch die meisten Kommentare sind richtig amüsant und herrlich! Der Humor peppt das Geschehen richtig auf und trotzdem bleibt die Geschichte vielschichtig und an den betreffenden Stellen ernst.
Denn die Handlung spricht mich total an und hat mir verdammt gut gefallen! Feen und coole Magie in unserer Welt, was will man mehr. :D Es gab einige überraschende und ebenso spannende Momente und nicht nur diese, sondern jede einzelne Seite konnte mich fesseln und abtauchen lassen.
Die Charaktere glänzen hier ebenso hervorragend! Wirklich! Sie nehmen einen von der ersten Begegnung an mit und überzeugen mit Lebendigkeit und Witz! Ich konnte mir alle Figuren sehr gut vorstellen, außerdem sind sie abwechslungsreich kreiert und die Dynamik unter ihnen ist klasse.
Zudem ist der Schreibstil flüssig und gewandt, sodass es mir wirklich schwer viel, dass Buch zwischendurch mal zu schließen.
Die Idee von allem und deren Umsetzung, also die Siegel, die Siegelmagier, die Götter usw. finde ich äußerst gelungen und faszinierend. Es gibt vom Autor bereits eine andere Reihe, genannt Die Chronik des Eisernen Druiden, welche ebenfalls in exakt dieser Welt spielt. Die Welt von Tinte & Siegel hat mich total angesprochen, sodass die andere Reihe auf meiner Wunschliste weit nach oben gerutscht ist!
Als Fazit kann ich sagen, dass ich richtig tolle Lesestunden hatte und die Kombination aus Krimi, Fantasy und Humor ist dem Autor ausgesprochen gut gelungen! Ich kann das Buch klar weiterempfehlen!
Volle 5/5 Sterne!
10. Februar 2021
Dylan Farrow: Hush - Verbotene Worte (Band 1)
15. Januar 2021
P.C. Cast & Kristin Cast: House of Night, Band 6: Versucht
REZENSION:
Wie bei den vorherigen Bänden war es auch hier so: Die erste Seite gelesen und ich bin voll drin. Wie nach Hause kommen. Mitreißend. Süchtig machend.
Im Ernst, jeder Band haut mich aufs Neue voll um.
Die Charaktere sind lebendig, vielschichtig und man kann mit ihnen mitlachen und-leiden, wie als ob man neben ihnen steht. Oder in deren Körper steckt. Ihre Probleme, Sorgen und Gedanken sind nachvollziehbar, logisch und emotional, auch wenn die Situationen natürlich an ihre magische Welt angepasst sind.
Die Story bleibt durchweg interessant, Spannung begleitet einen durch das ganze Buch und Abwechslung gibt's ausreichend. Man befindet sich mal hier, mal dort und in dem einen Kapitel folgt man Stevie und im nächsten Zo oder wem anderes. Der rote Faden ist klar erkennbar und das drum herum ist genauso packend und hängt in irgendeiner Form mit dem roten Faden zusammen.
Zum Worldbuilding, diese ist ähnlich der unseren, aber doch mit gewissen Unterschieden. Im sechsten Band lernt man etwas mehr zur internationalen Welt und auch, wenn Politik & Co nicht im Vordergrund der Handlung stehen, sind diese ausreichend logisch und interessant aufgebaut.
Die Magie, Affinitäten Jungvampyrregeln usw. sind für mich spannend, magisch und faszinierend!
Zur House of Night Welt gehören auch eine Menge erotische Szenen, heiße Typen und Liebeskummer, die auch im sechsten Band nicht fehlen. Im Vergleich zu den vorherigen Bänden ist die Erotik (angepasst an die Handlung) etwas gewichen, was dem Buch keinen Abbruch tut.
Hab ich was zu meckern? Wie bei vielen meiner Lieblingsbücher würde ich gerne mehr von den Nebenfiguren lesen, aber dann würden sie ja nicht mehr 'Nebenfiguren' heißen.. :D
Fazit ist, House of Night bleibt auch mit Beenden des sechsten Bandes eine meiner Lieblingsreihen! Krasse lebendige Charaktere, packende Handlung & mitreißender Schreibstil - süchtig machend!
5/5 Sterne, was sonst ;)
31. Dezember 2020
Garth Nix: Die Schlüssel zum Königreich, Band 1: Schwarzer Montag
20. Dezember 2020
Laini Taylor: Zwischen den Welten, Band 1: Daughter of Smoke and Bone
24. November 2020
Robert Jackson Bennett: Der Schlüssel der Magie, Band 1: Die Diebin
Gleich mit der ersten Seite wird man ins Geschehen gezogen, denn ohne große Einleitung begleitet man Sancia bei einem gefährlichen Auftrag. Tatsächlich hat mich bereits auf den ersten Seiten eine gewisse Spannung oder auch lauernde Erwartung gepackt, ausgelöst durch den hervorragenden Schreibstil und weil dem Leser nur das Nötigste erzählt wird, sodass man sich sehr gut auf die Handlung konzentrieren und diese genießen kann.
27. Oktober 2020
Christian Nowag: Lucci und der Schatten des Phönix
15. September 2020
Christopher Paolini: Infinitum - Die Ewigkeit der Sterne
8. September 2020
Jennifer Alice Jager: Chroniken der Dämmerung, Band 1: Moonlight Touch

2. September 2020
Shaun Hamill: Das Haus der finsteren Träume
Übersetzt von Jürgen Langowski
457 Seiten
Taschenbuch
ISBN: 978-3-453-31995-0
Erschienen: 13.07.2020
Quelle: www.randomhouse.de
Shaun Hamill nennt seinen Debütroman in der Danksagung einen "Hybrid aus mehreren Genren", und das trifft es sehr gut. Man findet Fantasy, ein paar Gruselaspekte (Horror ist es für mich nicht), ebenso mystische und romantische/ erotische Elemente und evtl. kann man zu manchen Szenen 'Psychothriller' sagen.. Sehr cool fand ich all die Erwähnungen zu H.P. Lovecraft und Stephen King, man merkt, dass Hamill zu diesen Schriftstellern aufsieht.
Wir begleiten die Familie Turner etwa ein halbes Jahrhundert lang und lernen so die Familienmitglieder in unterschiedlichen Abschnitten ihres Lebens kennen. Dennoch wird die Geschichte größtenteils aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Somit gibt es hier und da ein wenig foreshadowing, also dass es Andeutungen bzgl. der Zukunft gibt. Das hebt aus meiner Sicht die Spannung an und lässt einen schnell neugierig werden und zu rätseln beginnen. Tatsächlich wurde ich auch geschickt auf eine falsche Fährte gelockt!
Die Atmosphäre ist oft drückend, geheimnisvoll, mystisch und lauernd, was vor allem sehr gut durch den Schreibstil hervorgerufen und gehalten wird und dieser gefällt mir richtig gut! Sehr flüssig zu lesen. Für viele schwierige Szenen werden die richtigen Worte (natürlich angepasst an die Charaktere) gefunden, wodurch man noch tiefer in die Geschichte hineingezogen wird. Vieles wird sehr direkt beschrieben und nimmt dadurch den Leser schon ein wenig mit, denn, dies sei gesagt, das Buch bearbeitet viele harte Themen. Der Familie widerfährt über die Jahrzehnte alles schrecklich erdenkliche (ohne zu viel zu spoilern, keine Sorge): Von Krankheit, Armut und Arbeitslosigkeit über Verlust, Depressionen und Selbstmord. Diese Themen werden schonungslos, aber nicht übertrieben oder unrealistisch, dargestellt, was den Leser so auf unterschiedliche Weise fesselt und beschäftigt.
Nicht nur einzelne Szenen und der Schreibstil sind überzeugend, auch den Charakteren wurde viel Leben eingehaucht, sodass sie mich alle überzeugen konnten. Allein schon Harrys Faszination für seine Horrorbücher ist dem Autor super gelungen! Die Familienmitglieder wirken so real auf mich, ebenso wie diverse Nebenfiguren wie Nachbarn, Freunde etc. Echt klasse! Nur einzig mit dem 6-jährigen Noah hatte ich kleine Schwierigkeiten, weil er mir manchmal für sein Alter zu erwachsen vorkam. Jedoch muss ich zugeben, es gibt wirklich solche Kinder, die früh eins und eins zusammenzählen und bestimmten Gedankengängen folgen können. Außerdem stört sein Verhalten nicht der Handlung, es trifft eher das Gegenteil zu.
Die Abfolge der Handlungen ist gut durchdacht und einzelne Szenen haben mich packen können, dennoch konnte mich die Handlung im Gesamtbild nicht richtig fesseln. Ich hatte keine Langeweile, doch echte Spannung tauchte nur hier und da auf und gruselig/ unheimlich wurde mir nie.. Der Anfang zog sich, denn die Einleitung nimmt fast die gesamte erste Hälfte des Buches ein. So fühlte es sich für mich jedenfalls an. Allerdings hat die Vorgeschichte wirklich einen sehr großen Umfang, den man auch wirklich braucht, um den Rest zu verstehen. Für mich war die Mitte des Buches der beste und spannendste Teil, bevor mich dann nach einem etwas enttäuschenden Abschnitt (ca Seite 300 bis 400) die letzten paar Seiten nochmal ziemlich an Tempo und Spannung gewannen. Das Ende passt gut zum Rest des Buches, auch wenn es mir etwas geschmerzt hat. Dabei hätte es sogar gerne schlimmer sein können, hätte der Geschichte ganz gut getan. Na ja, ich mag/liebe das Ende trotzdem so wie es ist.
Zum Worldbuilding: Die erschaffene Welt der Monster ist geheimnisvoll, kreativ und mystisch, doch hier und da hätte ich noch ein paar Fragen. Allerdings kann ich mir gleich eine Antwort dazu liefern, denn diverse Fakten zu den Monstern mit allem drum und dran spielen nur begrenzt eine wichtige Rolle, daher gibt der Autor auch nicht viel Auskunft.
Ich denke, in erster Linie dreht sich das Buch um die Menschen. Um das Erwachsen werden, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und einfach mal mutig sein oder bei etwas nicht so tollem die Zähne zusammenzubeißen und über sich selbst hinauszuwachsen. Was erwarte ich vom Leben, wie will ich leben, wer oder was hat Bedeutung für mich und, nun ja, wer bin ich eigentlich?
Das Haus der finsteren Träume wird mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen, denn die Figuren sind mir teils sehr unter die Haut gegangen und die Botschaft(en) und Kommentare des Erzählers fand ich hervorragend! Die Handlung insgesamt konnte mich leider nicht ganz packen und überzeugen, weshalb das Werk 4/5 Sterne erhält!
31. Juli 2020
Ross MacKenzie: Immernacht

Gefördert wird das durch den Schreibstil, denn dieser ist super angenehm und leicht zu lesen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren.
Die erschaffene Welt ist ebenso gelungen, vor allem die Kanalisation als einer der wichtigsten Handlungsorte ist interessant und anschaulich umgesetzt worden. Obendrein ist eine spannende Zeit gewählt worden; Pistolen gibt es schon, jedoch keine Autos - dafür aber mechanische Uhrwerke, angehaucht mit Magie. Was gibt es besseres?
Richtig faszinierend fand ich die Kreativität der Zauberstäbe, also wie diese angewendet und nachgeladen werden müssen! Viel mehr Beweise braucht es nicht, um zu erkennen, dass wir uns im tollen Steampunk Genre befinden, angereichert mit Fantasy-Elementen.
Wie bereits angedeutet, die Ereignisse sind spannend aneinander gereiht, haben mich sehr gut unterhalten und es gab sogar ein, zwei Wendungen, die mich positiv überrascht haben. Langeweile gibt's hier nicht!
Jedoch konnte ich die Entscheidung des Konzils nicht ganz nachvollziehen, in meinen Augen wirkte es, als ob man hier etwas mehr Action erzeugen wollte - und das scheitert mangels handfester Erklärung.
Zudem wurden ein paar der traurigen / etwas nachdenklichen Szenen mit zwei, drei Sätzen "abgearbeitet". Hier hätte ich mir mehrere emotionalere Sätze gewünscht. An den meisten Stellen wurde dies passend für Kinder umgesetzt, doch bei den besagten Szenen hätte man es entweder ganz weglassen oder ausführlicher behandeln können. Doch vielleicht nehme ich es als Erwachsene zu genau und für ein Kinderbuch ist diese Einstufung in Ordnung.
Großes Lob gibt es für das Ende! Dieses hat einen guten Abschluss, die meisten Fragen werden beantwortet, doch ein paar Punkte bleiben offen, was mir ausgesprochen gut gefällt. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben, sondern es liegt an uns, was wir aus der begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit machen und wie wir sie nutzen möchten, schließlich wartet eine ganze Welt da draußen auf uns - mit vielen potenziellen Freunden.
Bei 'Immernacht' handelt es sich um ein gelungenes, magisches Kinder- und Jugendbuch, dass mir schöne Lesestunden beschert hat und ich kann es definitiv weiterempfehlen! 4,5 / 5 Sterne (aufgerundet bei manchen Websites 5/5 Sterne)
12. Juni 2020
Holly Black: Elfenkrone (Band 1)
Ab 14 Jahren
444 Seiten
Taschenbuch
ISBN: 978-3-570-31358-9
Erschienen: 11.05.2020
(Dt. Erstausgabe 19.11.2018)
Quelle: www.randomhouse.de
Bei stark gehypten Büchern bin ich immer etwas vorsichtig und versuche, meine Erwartungen möglichst gering zu halten. 'Elfenkrone' gehört in diese Kategorie und -zum Glück- ziemlich unwissend und neugierig begann ich zu lesen..
Wieder so ein Buch, in das ich quasi hineingesprungen bin, so leicht und flüssig war der Einstieg in die Handlung! Erzählstil von Anfang an mitreißend, sogar die Monologe gefielen mit richtig gut, taten dem Geschehen kein Abbruch und senkten auch nicht die Spannung. An zwei, drei Stellen hätte man etwas kürzen können, aber sonst alles top.
Jude finde ich klasse, mit all ihren guten und nicht so guten Charakterzügen. Und warum? Sie entspricht nicht der Mainstream-Protagonistin, sondern hat ein starkes Bewusstsein und geht ihren eigenen Weg. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein egoistischer Alleintrip, den sie da macht. Doch das ist gut so und passt auch zum gesamten Buch; der Handlung, den Charakteren usw. Zu Beginn empfand ich ihre Machtbesessenheit noch etwas kritisch, doch je besser ich Jude kennenlernte und ein Ereignis dem nächsten folgte passte es wie die Faust auf's Auge, noch mehr, es gefiel mir ausgezeichnet!
Die anderen Charaktere reißen einen ebenso mit, so vielschichtig und lebendig sind sie! So richtig Gut und Böse gibt es nicht, jeder hat irgendwie Dreck am Stecken und das macht die Handlung noch viel interessanter.
Vor allem, weil es am Anfang noch keinen roten Faden gibt. Ich z.B. habe die Story zu Beginn sehr genossen, denn man lernt die Figuren und ihren Alltag kennen, viele verschiedene Dinge passieren und man rätselt, wohin das alles führen mag. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass man den ersten Teil etwas anders hätte gestalten können, denn der Rest des Buches verwandelt sich fast in das Gegenteil, so viel passiert. Aber psst, mehr verrate ich nicht, lest selbst!
Bereits zu Beginn habe ich einen Charakter sehr ins Herz geschlossen und emotionale Höhen und Tiefen konnte ich somit nicht mehr vermeiden. Das Buch zu beenden, insbesondere die letzten 100 Seiten, war echt krass und man bleibt mit gemischten Gefühlen sitzen. Doch das finde ich positiv, denn das Buch/Ende lässt einen nicht in Ruhe, man denkt auch später noch darüber nach und ich persönlich möchte mir am liebsten gleich Band 2 schnappen.
Judes Art zu denken und zu handeln gibt dem Leser auf jeden Fall einige Denkanstöße. Man kann nicht immer nur hoffen und warten, dass etwas bestimmtes passiert oder man etwas erhält, das man sich wünscht. Man muss arbeiten, Geduld zeigen, etc. und sich selber dabei fragen, wie viel bedeutet mir das Ziel, was bin ich bereit, dafür zu tun? Tatsächlich fällt mir hierzu das Zitat "Alles auf dieser Welt hat seinen Preis" aus 'Krabat' von Otfried Preußler ein. Jude will Macht, doch das kostet.. Wie weit wird sie gehen? Wie sieht es mit den Konsequenzen aus? Wie wird sie das emotional und psychisch verarbeiten?
Die erschaffene Welt mit ihren Namen und Eigenarten finde ich sehr gelungen, auch wenn das teilweise in den Hintergrund geschoben wurde und ich freue mich schon darauf, in den Folgebänden mehr zu erfahren! Sehr dankbar war ich für die Karte am Anfang des Buches, ohne die wäre manches nicht so glaubwürdig erschienen, weil ich zunächst nicht damit rechnete, dass die Insel so klein ist.
Alles in allem war es richtig, mit möglichst gesenkten Erwartungen an 'Elfenkrone' heranzugehen. Der Auftakt ist toll, keine Frage, aber hätte ich das nicht gemacht, wäre ich vermutlich etwas enttäuscht. Das Buch hätte weniger Seiten oder mehr Story bei gleicher Seitenzahl haben müssen, dann wäre es perfekt.
Ich kann 'Elfenkrone' klar weiterempfehlen, denn es ist ein Jugendbuch der etwas anderen Art, doch trotz der überragenden Charaktere werden es "nur" 4,5 / 5 Sterne. (jedoch aufgerundet für einige Websites 5/5 Sterne)
7. Juni 2020
Sascha Blum: Fünfzehn, Band 1: Das vergessene Fürstentum
![FÜNFZEHN - Das vergessene Fürstentum (Band 1) von [Sascha Blum]](https://m.media-amazon.com/images/I/415o0OE5hZL.jpg)
242 Seiten
Taschenbuch
ISBN: 979-8-6277-4032-4
Erschienen: 21.03.2020
Verlag: OZALINO (Self-Publishing-Verlag)
Quellen: www.ozalino.de
www.amazon.de
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht und schnell fingen die Seiten zu fliegen an! Denn der Schreibstil ist super leicht und flüssig zu lesen.
Mit Arek als Hauptfigur freundete ich mich sofort an. Er ist ein lieber, aufgeweckter und pflichtbewusster Junge, bei dem man trotz der geringen Anzahl an Seiten - nur 242 - im Laufe der Handlung eine glaubwürdige Charakterentwicklung beobachten kann.
Die anderen Figuren glänzen ebenso strahlend, denn diese sind alle gut herausgearbeitet und wirken richtig lebendig. Jeder hat seine besonderen Eigenschaften: Brady sorgt für Humor (dieser hat mich viele Male zum Lachen gebracht!), Mung macht Ärger und wirbelt einige Fragen auf und Matteo, einer meiner beiden Lieblingscharaktere, ist ein geduldiger, immer freundlicher Junge, der sich mit der Natur bestens auskennt. Aber auch Meister Trux, Lieblingscharakter Nr. 2, sticht mit seinen Eigenschaften hervor und ist ein sehr faszinierender, mysteriöser und allem Anschein nach allwissender Charakter. Manchmal hat er mich echt ein wenig an Dumbledore erinnert!
Ein großer und wichtiger Bestandteil bildet der Unterricht, welcher hervorragend von den Autorinnen ausgearbeitet wurde. Man merkt deutlich, wie viel Arbeit dahinter steckt und das Ergebnis ist top gelungen! Spannend. Lehrreich. Kreativ.
Zunächst wird man etwas in die Irre geführt, in welcher Zeit die Saga spielt, hier bin ich wirklich sehr gespannt, was das für Auswirkungen auf die zukünftigen Bände hat.
Die Handlung ist mit Seite eins beginnend abwechslungsreich und unterhaltsam, langweilige Stellen gibt's nicht! Zum Einen ist der Unterricht wie bereits geschrieben genial, zum Anderen gibt es viel spannende und coole Interaktionen unter den Mitschülern wie auch mit anderen Bewohnern der Akademie, wie es eben auf einem Internat üblich ist. Einzig die Kommunikation mit Schülern aus den oberen Stufen vermisste ich nach einer Weile, es wirkte fast so, als ob diese mit den Neulingen nicht reden und sie einfach ignorieren..
Mein wichtigster Kritikpunkt sind jedoch die Beschreibungen der Landschaft, Gebäude, Entfernungen und allgemein der gesamten Schule. Das hätte ruhig ausführlicher sein können und manches fehlte auch gänzlich, bspw. habe ich nicht herausgefunden, wo die Mensa liegt. Vieles konnte ich mir nur sehr schlecht vorstellen und sowas stört mich dann, weil ich auf diese Weise Probleme bekomme, die Handlung bildhaft vor meinem Kopf abspielen zu lassen oder auch selber gedanklich durch die Akademie zu laufen.
Großes Lob geht an das Ende, denn trotz meiner vielen Überlegungen und Vermutungen, die nicht mal soo falsch waren, gab's trotzdem eine tolle Überraschung. Und das Beste ist, dass diese nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern sich gut einfügt und plausibel erklären lässt.
Zum Schluss möchte ich noch den Wunsch äußern, bitte eine Heulgurke zu bekommen! Eine Pflanze, die menschenbezogen ist, knurrt, schnurrt und mega schnell wächst - Areks Heulgurke ist mir echt sympathisch geworden! :D
Den Auftakt der Concordia-Saga kann ich wärmstens weiterempfehlen und ich vergebe 4,5/5 Sterne. (aufgerundet für einige Websites 5/5 Sterne)
21. Mai 2020
Robert R. Brock: Vanira - Im Bann der Götter
363 Seiten
In die Geschichte konnte ich sehr schnell eintauchen und Lisa gefiel mir von Anfang an als Protagonistin sehr gut. Sie hat ihren eigenen Kopf, geht mutig ihren eigenen Weg und besitzt eine coole Persönlichkeit; auf diese Weise gewann sie schnell meine Sympathie. Da die Handlung aus der Ich-Perspektive erzählt wird, sieht man die Welt aus ihren Augen und lernt sie so recht schnell und ebenso gut kennen. Ihre Beweggründe werden meist plausibel und verständlich dargelegt, allerdings gab es ein paar Momente, in denen Lisa sich äußerst unklug und leichtsinnig verhielt, was in diesem Maße nicht zu ihr passte. Auch bei manchen Entscheidungen konnte ich ihr Verhalten nicht immer vollends nachvollziehen.








