3. Juni 2019
Jenny Friedrich-Freksa: Pferde
Mit Zeichnungen von Katharina Grossmann-Hensel
192 Seiten
Hardcover
ISBN: 978-3-446-26205-8
Erscheinungsdatum: 18.02.2019
Quelle: www.hanser-literaturverlage.de
Zum diesjährigen Welttag des Buches habe ich bei einem Blind Date Gewinnspiel der Hanser Literaturverlage teilgenommen und dieses tolle Buch gewonnen. Ich habe mir daher auch die Freiheit genommen, es zu rezensieren.
Dank meiner Mum gehöre ich jenen Menschen an, die von klein auf den Kontakt zu Pferden gepflegt haben. Pferdegeschichten mit spannenden Reiterferien gehören genauso in unseren Haushalt wie Fachliteratur zu verschiedenen Themen. Entsprechend war ich nach dem Auspacken des Blind Date Buches mehr als überrascht und gespannt, was mich inhaltlich erwarten wird.
Rezension:
Als Erstes fällt mir ein: Es ist ein Sachbuch, aber irgendwie auch nicht.
Jenny Friedrich-Freksa verknüpft sehr gut Fakten und Wissen mit Erfahrungsberichten und Unterhaltung. Das lockert und entspannt das Lesen ungemein und trotzdem lernt man dazu und kann dank übersichtlichen Kapiteln das Ein oder Andere nachschlagen.
Bei vielen Berichten musste ich schmunzeln, weil ich mich selbst in dieser oder jener Situation sehen konnte und dachte mir so: "Zum Glück trifft es nicht nur mich." Vor allem die Story mit dem Traktor hat mich zum Lächeln gebracht, allerdings hätte ich mich wieder ans Steuer gesetzt!
Mir gefällt, dass nicht nur übliche Themen wie Anatomie und Geschichte angesprochen werden, sondern beispielsweise auch der Alltag auf dem Hof, die Entwicklung in der Literatur oder das schwierige Thema Abschied nehmen. So wird es abwechslungsreich, insbesondere für einen Leser, der nicht viel mit Pferden zu tun hat, sondern nur neugierig hineinlesen möchte.
Ich kann mir dieses Buch daher sehr gut als eine Buchempfehlung für bspw. Eltern vorstellen, deren Kinder mit dem Reiten/Voltigieren angefangen haben oder für Erwachsene, die die Pferde als neues Hobby entdeckt haben oder zum Freundeskreis von Reitern zählen.
Natürlich beschert es ebenso aktiven Pferdefreunden angenehme Lesestunden. Zu erwähnen ist hier in erster Linie die hervorragende und gefühlvolle Beschreibung des Zusammenlebens mit dem Pferd, über Höhen und Tiefen hinweg zum gegenseitigen Vertrauen.
Dass es hin und wieder Abschnitte gab, in denen bekanntes Wissen wiedergegeben wurde, sodass es ein wenig uninteressant wurde, ist für mich kein negativer Aspekt, denn so ist das nun mal, wenn man sich mit einem Thema auseinandersetzt.
Allerdings empfand ich zu Beginn die vielen kurzen Hauptsätze etwas erschwerend, weil diese meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken brachten. Doch ich gewöhnte mich mit der Zeit daran und konnte anschließend flüssig lesen.
Die Autorin hat eine glänzende Kombination aus Fakten und Unterhaltung erschaffen, weshalb ich gerne 5 von 5 Sterne vergebe!
25. Mai 2019
Christopher Paolini: Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia. Band 1: Eragon
Übersetzt von Michaela Link
Ab 14 Jahren
304 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-16581-2
Erschienen: 21.01.2019
Quelle: www.randomhouse.de
Aufgrund des großen Erfolges des Eragon-Zyklus, in den ich mich bereits auf den ersten paar Seiten verliebt hatte, waren meine Erwartungen an das neue Buch entsprechend hoch. Trotzdem bin ich versucht vorsichtig herangegangen, weil ich mich noch gut an den leider etwas schwachen vierten Band erinnere.
Ab 14 Jahren
304 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-570-16581-2
Erschienen: 21.01.2019
Quelle: www.randomhouse.de
Aufgrund des großen Erfolges des Eragon-Zyklus, in den ich mich bereits auf den ersten paar Seiten verliebt hatte, waren meine Erwartungen an das neue Buch entsprechend hoch. Trotzdem bin ich versucht vorsichtig herangegangen, weil ich mich noch gut an den leider etwas schwachen vierten Band erinnere.
Rezension:
Es handelt sich um eine Sammlung von drei Kurzgeschichten aus Alagaësia, von denen eine vor und zwei nach dem Eragon-Zyklus spielen. Leider liest man von Eragon und Saphira nur wenig, dafür stehen jedoch Angela sowie eine weitere bekannte und zwei neue Figuren im Mittelpunkt.
Die Geschichte der Kräuterhexe empfand ich als sehr unterhaltsam und interessant und auch, wenn Paolinis Schwester diese geschrieben hat, kam ich mit dem Schreibstil gut zurecht und konnte mir entsprechende Stellen sehr bildhaft vorstellen.
Allerdings hat Christopher Paolini nach wie vor den Hang für ausschweifende Erzählungen, sodass Handlungen bis ins letzte Detail beschrieben werden und dadurch auf vielen Seiten nur wenig passiert. Dieser Punkt macht sich insbesondere in der dritten Kurzgeschichte bemerkbar. Von der Grundidee ausgehend finde ich diese sehr interessant und passend gewählt, jedoch ist sie deutlich zu lang geworden. Trotz super Beschreibungen wird einem an manchen Stellen langweilig und man denkt sich nur noch "Wann ist es zu Ende?". Halb so viele Seiten hätten ausgereicht.
Im Gegensatz dazu sind die anderen zwei Kurzgeschichten zu kurz geraten sowie recht vorhersehbar, sodass kaum Spannung möglich ist. Die Handlung ist flach geraten, da können die gut herausgearbeiteten Charaktere noch so sympathisch sein und glänzen. Insbesondere Kurzgeschichte Nummer Eins ist ein Flop, einziger Pluspunkt ist die altbekannte Figur, auf die ich mich sehr gefreut hatte.
Es wurde so viel Werbung um das neue Eragon-Buch gemacht, Christopher Paolini veranstaltete sogar eine internationale Tour, doch somit ist die Enttäuschung nur größer geworden.
Natürlich habe ich das Buch innerhalb von zwei, drei Stunden verschlungen und bereue auch nicht, diese Zeit investiert zu haben, doch es hätte mehr sein müssen. Mehr Handlung, mehr Spannung, mehr sinnvoll genutzte Seiten und von den Charakteren hätten wir Leser auch gerne mehr erfahren.
Trotz allem war es ein nettes Wiedersehen, weshalb ich 3 von 5 Sterne vergebe.
Wird nicht mit in die Bewertung einbezogen:
Am Rande muss ich noch erwähnen, dass 18 Euro für eine Seitenzahl von 304 mit übertrieben großer Schrift und viel Rand ein sehr stolzer Preis sind..
Trotz allem war es ein nettes Wiedersehen, weshalb ich 3 von 5 Sterne vergebe.
Wird nicht mit in die Bewertung einbezogen:
Am Rande muss ich noch erwähnen, dass 18 Euro für eine Seitenzahl von 304 mit übertrieben großer Schrift und viel Rand ein sehr stolzer Preis sind..
2. Mai 2019
Theresa Czerny: Die Pferde von Eldenau, Band 1: Mähnen im Wind
Ab 12 Jahren
304 Seiten
Hardcover
ISBN: 978-3-7348-5038-7
Erschienen: 17.07.2018
Quelle: www.magellanverlag.de
Rezension:
Wer kennt es nicht: Man sieht ein Buch
mit einem sehr schönen Cover im Buchladen stehen und muss es
unbedingt in den Händen halten oder noch besser gleich mitnehmen.
Jedes Mal stellt sich natürlich die Frage, ob der Inhalt genauso überzeugen kann wie das Cover bzw. ob das Cover inhaltlich
überhaupt passt und diesen gut repräsentiert. So ähnlich ging es mir bei dem ersten Buch der
Autorin Theresa Czerny - und ich wurde nicht enttäuscht!
Die Geschichte beginnt mit einem
Ausritt, der aus Fridas Perspektive erzählt wird. Danach wechselt
die Erzählperspektive zwischen Frida und Jannis mit jedem neuen
Kapitel, etwas, dass mir sehr gut gefällt, weil es so
abwechslungsreicher wird und man den Blickwinkel der zwei
Protagonisten besser miterleben und nachvollziehen kann. Zu Anfang
hatte ich allerdings kleine Schwierigkeiten, weil die Kapitel recht
kurz sind und ich mich immer wieder auf die neue Perspektive
einstellen musste. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und fand
auch Gefallen, weil man so fast jede Situation aus beiden Sichtweisen
kennen lernen konnte.
Auf eine lange Einleitung hat Frau
Czerny zu meiner Freude verzichtet, denn es wird nach nur wenigen
Seiten spannend, als die Hauptcharaktere sich zum ersten Mal begegnen
und Frida misstrauisch wird, ob der unbekannte Junge ihr Pferd kaufen
will. Bereits an dieser Stelle gefiel mir der flüssige Schreibstil,
mit dem man das Buch nicht nur sehr schnell durchlesen, sondern sich auch
die Handlungsorte sowie Mimik und Gestik der Figuren gut
vorstellen kann. Mit anderen Worten: Bereits beim Aufschlagen des
Buches wurde ich in die Geschichte hineingesaugt!
Wie so üblich trifft man die
verschiedensten Charaktere an, welche alle ihre Rolle gut spielen und
damit durchgehend überzeugend sind. Beispielsweise fallen mir Annika
ein, welche ich lustigerweise vom ersten Moment an nicht leiden
konnte und Max, welcher sich zu meiner Lieblingsfigur entwickelt hat.
Ich hoffe, er wird auch im Folgeband mit dabei sein. Sehr sympathisch sind mir auch alle Familienmitglieder von Frida und wie diese zusammen interagieren. Bei einigen Szenen musste ich schnell schmunzeln!
Neben Ponys, interessanten
Gelassenheitsübungen und coolen Ausritten gibt es auch reichlich
Themen über Freundschaft, realitätsbezogene Familienprobleme
sowie kleine Liebesgeschichten und Alltagssorgen, wie beispielsweise
Schulnoten und nervige Lehrer. Mir hat es schon immer richtig gut gefallen, den Alltag der Figuren mit in Büchern einzubeziehen, weil so die gesamte Story realistischer und vertrauter wirkt und man sich noch ein wenig mehr mit den Charakteren auseinander setzen und diese kennen lernen kann. Der Leser oder die Leserin kann sich somit deutlicher mit den Charakteren identifizieren.
Im letzten Drittel wird es verdammt spannend, als die Protagonisten sich zusammen raufen, um das Geheimnis über Daris Verhalten aufzuklären und Jannis zu helfen. Dazu gab es ein paar unvorhergesehene Wendungen, sodass es mich schnell an einen Krimi für Jugendliche erinnert hat und die Autorin hat den Krimi-Anteil sehr gut in der Handlung verarbeitet.
Alles in allem ein super Jugendbuch, bei dem mit Sicherheit auch Erwachsene auf ihre Kosten
kommen können. Der erste Band der Reihe „Die Pferde von Eldenau“
hat mir sehr schöne Lesestunden beschert und ich sollte mir
schleunigst den zweiten Band zulegen!
Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sterne!
27. April 2019
Nele Neuhaus: Elena - Ein Leben für Pferde, Band 7: In letzter Sekunde

Ab 12 Jahre
352 Seiten
Gebunden mit Softtouchfolie und Relieflack
ISBN: 978-3-522-50616-8
Erscheinungstermin: 11.04.2019
Rezension:
Auf in ein neues Abenteuer mit Elena,
Melike und Fritzi!
Nach über anderthalb Jahren Warten auf
einen neuen Band fühlten sich die ersten Seiten wie ein „nach
Hause kommen“ an. Der Amselhof begrüßt den Leser aufgrund
vertrauten Regens in der Reithalle, in der Elena mit ihrem
Berittpferd Lancelot gemütlich reitet.
Dem Leser werden zwanzig Seiten
Einführung gegeben, dann ist er bereits im Wald unterwegs und
bangt um den Gesundheitszustand zweier verwahrloster Pferde. Es gibt
keine langen Zusammenfassungen darüber, was in den letzten Bänden
geschehen ist (diese erfolgen im gewohnt angemessenen Maße), sodass
die Handlung schnell voranschreitet und ehe man es sich versieht,
befindet man sich in einem spannenden und unterhaltsamen Jugendkrimi.
Denn der siebte Band fällt nun endgültig in das Genre Krimi und
das hat Nele Neuhaus super geschafft! Am Anfang gibt es viele Fragen,
Informationslücken und Geheimnisse, welche nach und nach durch die
Figuren aufgeklärt werden. Auch ich habe von Beginn an
Vermutungen angestellt und wurde hin und wieder positiv überrascht.
Den wichtigsten Bestandteil des Buches
darf man natürlich nicht vergessen: Pferde! Diese kommen
selbstverständlich nicht zu kurz und das neue Pferd Priamos konnte
ich schnell ins Herz schließen. Zugegeben hat es mir auch gefallen,
dass Elena mit einem Pferd an ihre Grenzen kommt und dieses Problem
nicht innerhalb eines Buches gelöst wurde. Schließlich entwickeln
sich Menschen und Tiere im Laufe der Zeit weiter und so ändern sich
Situationen und Beziehungen. Das ist es, was mir bei dieser
Jugendbuchreihe so gut gefällt: Nele Neuhaus bleibt mit den
Handlungen, Ereignissen sowie Reaktionen und Interaktionen der
Charaktere „auf dem Boden der Tatsachen“, das heißt, man kann
diese nachvollziehen, begründen und mit der Realität vergleichen.
Ein wenig Platz zum Träumen gibt es natürlich trotzdem!
Wie man es bereits aus den vorherigen
Bänden kennt, sind auch diesmal nicht alle Figuren laufend vertreten
(wegen Spoiler nenne ich diese nicht), was einerseits schade ist,
andererseits passt es zur Entwicklung der Charaktere und im nächsten
Band werde diese sicherlich wieder in Aktion treten.
Trotz aller Begeisterung fehlten mir
ein wenig die Turniere sowie die verbrachte Zeit dort: Das Auf-und
Abladen der Pferde, die Vorbereitungen, der Abreiteplatz, die Prüfung
selber sowie gemeinsames Mittag-oder Abendessen. Diese Kapitel haben
mir immer sehr gut gefallen, allein schon wegen der Sachkenntnis, die
Frau Neuhaus stets informativ in die Bücher einbaut. Auch hätte es
gerne einen größeren Einblick in den Alltag geben können, wie
beispielsweise der Reitunterricht, die Einsteller und nicht zu
vergessen die Schule und damit verbundener Stress und Hausaufgaben. Und ja, ich
weiß, das ist „meckern“ auf hohem Niveau. :D
Einen wichtigen Kritikpunkt muss ich
jedoch anmerken. Leser, die wie ich seit 2011 Elena und ihre Freunde
begleiten, stellen unweigerlich fest, dass wenig Entwicklung von der
dreizehnjährigen zur sechzehnjährigen Elena stattgefunden hat. Es
gibt so viele wichtige Themen in der Pubertät, die einen
beschäftigen, doch diese werden kaum angesprochen. Auch ein
achtzehnjähriger Farid wirkt sehr jung und naiv, ebenso verhält es
sich mit den anderen Charakteren. Einzig Melike handelt und denkt in
der ein oder anderen Szene noch am ehestens ihrem Alter entsprechend.
Den Grund hierfür kann ich mir allerdings denken. Die Zielgruppe
dieser Bücher sind im Schnitt dreizehnjährige, was heißt, dass
diese auch an Kinder gerichtet sind. Jugendliche Themen in einem
Kinderbuch zu verpacken stelle ich mir als schwierig, wenn auch nicht
unmöglich, vor, sodass ich nur hoffen kann, dass wenigstens ein
kleiner Entwicklungssprung im nächsten Band passieren wird.
„In letzter Sekunde“ schließt sich
super an die vorherigen Bände an und bescherte mir erfreuliche, spannende und emotionale Lesestunden mit viel schmunzeln und rätseln. Definitiv
weiter zu empfehlen und ich freue mich schon sehr auf den achten Band
sowie die angekündigte Verfilmung, welche, soweit ich weiß, nächstes
Jahr im Kino erscheinen soll!
Ich vergebe 4 von 5 Sterne!
10. April 2019
Maureen Johnson: Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Ab 13 Jahren
Ab 13 Jahren
464 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag, Prägung
ISBN 978-3-7432-0206-1Hardcover mit Schutzumschlag, Prägung
Rezension:
Die Haupthandlung spielt in der Gegenwart und begleitet Stevie Bell, welche ein großer Fan von Sherlock Holmes und anderen Detektiv-Romanfiguren ist, auf ihrer neuen Schule, der Ellingham Academy. Ihr Lieblingsfall ist das Jahrzehnte zurückliegende und ungelöste Verbrechen der besagten Schule, welches Stevie endlich lösen möchte.
Tatsächlich hat mich Stevie nach einer Weile an den beliebten Sherlock aus der BBC Serie erinnert, was ich nicht schlecht finde - ganz im Gegenteil: Es hat mich echt neugierig gemacht! Weiterhin ist eine interessante Gruppenzusammensetzung in der Eliteschule vorzufinden, etwas, was in den meisten Schul- und Internatsgeschichten nicht mehr wegzudenken ist. Schließlich wird es für den Leser so deutlich abwechslungsreicher aufgrund von vorprogrammierten Missverständnissen, Bündnissen, Liebesgeschichten und Streitigkeiten. Wo ich auch schon beim nächsten Punkt bin: Der Schlagabtausch ist herrlich geschrieben, die Autorin hat hier die Goldene Mitte gefunden. Weder zu müde noch übertrieben formuliert, insbesondere Stevie und David kommen sich immer wieder in die Quere.
Hervorragend ist auch der Handlungsort: Eine abgelegene Schule, die ohne finanzielles Limit nach den Vorlieben des Gründers erbaut wurde. Ein große Villa im Zentrum und um sie herum die verschiedenst aussehenden Häuser mit den Klassen- und Wohnräumen. Der Unterricht wird zum Teil individuell angepasst, was mich beim Lesen bereits hat überlegen lassen, welchen Unterricht ich gerne in der Schule gehabt hätte. Wobei ich an eine solche Eliteschule wohl nie gekommen wäre. [Geheimgänge und alte Statuen muss man nicht mit erwähnen, die sind selbstverständlich schon inbegriffen! Die gedruckte Karte im Buch finde ich daher sehr praktisch.]
Wie bereits erwähnt, ist Stevie nahezu besessen von der Kriminologie, doch dafür, dass sie eine berufliche Karriere beim FBI einschlagen möchte, hinterfragt sie wenig, ist sehr schüchtern und ergreift zu selten die Initiative. Da hatte ich als Leser zu Beginn mehr erwartet. Jedoch werden diese Punkte damit begründet, dass die Protagonistin die meiste Zeit ihres Lebens im Zimmer mit dem Lesen von Kriminalfällen und Hören von Podcasts verbracht hat und ihre Freunde fand sie ausschließlich über Online Foren. Ich bin hier ein wenig hin und her gerissen. Zum Einen gefällt es mir, dass uns keine perfekte Ermittlerin vor die Nase gesetzt wird, sodass wir sie auf ihrem Weg begleiten können. Auf der anderen Seite hätte ich mir doch einen Tick mehr gewünscht, um die Spannung und das Mitfiebern zeitiger zu erhöhen.
Gelegentlich springt die Handlung zurück in die vierziger Jahre, wo die berühmte 'Ellingham-Affäre' stattfand. Dies bietet dem Leser einen besseren Einblick in die Geschehnisse und zeigt das Wissen auf, dass sich die Protagonistin über Jahre hinweg erarbeitet hat. Besonders die Vernehmungen der Zeugen empfand ich als sehr unterhaltsam und interessant.
Hervorragend ist auch der Handlungsort: Eine abgelegene Schule, die ohne finanzielles Limit nach den Vorlieben des Gründers erbaut wurde. Ein große Villa im Zentrum und um sie herum die verschiedenst aussehenden Häuser mit den Klassen- und Wohnräumen. Der Unterricht wird zum Teil individuell angepasst, was mich beim Lesen bereits hat überlegen lassen, welchen Unterricht ich gerne in der Schule gehabt hätte. Wobei ich an eine solche Eliteschule wohl nie gekommen wäre. [Geheimgänge und alte Statuen muss man nicht mit erwähnen, die sind selbstverständlich schon inbegriffen! Die gedruckte Karte im Buch finde ich daher sehr praktisch.]
Wie bereits erwähnt, ist Stevie nahezu besessen von der Kriminologie, doch dafür, dass sie eine berufliche Karriere beim FBI einschlagen möchte, hinterfragt sie wenig, ist sehr schüchtern und ergreift zu selten die Initiative. Da hatte ich als Leser zu Beginn mehr erwartet. Jedoch werden diese Punkte damit begründet, dass die Protagonistin die meiste Zeit ihres Lebens im Zimmer mit dem Lesen von Kriminalfällen und Hören von Podcasts verbracht hat und ihre Freunde fand sie ausschließlich über Online Foren. Ich bin hier ein wenig hin und her gerissen. Zum Einen gefällt es mir, dass uns keine perfekte Ermittlerin vor die Nase gesetzt wird, sodass wir sie auf ihrem Weg begleiten können. Auf der anderen Seite hätte ich mir doch einen Tick mehr gewünscht, um die Spannung und das Mitfiebern zeitiger zu erhöhen.
Gelegentlich springt die Handlung zurück in die vierziger Jahre, wo die berühmte 'Ellingham-Affäre' stattfand. Dies bietet dem Leser einen besseren Einblick in die Geschehnisse und zeigt das Wissen auf, dass sich die Protagonistin über Jahre hinweg erarbeitet hat. Besonders die Vernehmungen der Zeugen empfand ich als sehr unterhaltsam und interessant.
Richtig spannend wird es erst
im letzten Drittel des Buches, als ein Mord geschieht. Nun endlich
fängt Stevie an zu ermitteln, wird aktiver und die Handlung nimmt
Fahrt auf. Doch das hätte schon eher passieren müssen, die
Einleitung war viel zu lang, wenn auch dank des einfachen
Schreibstils leicht und flüssig zu lesen.
Zu der Kussszene muss ich noch ein paar Worte schreiben: Diese kam unvorbereitet und passt nicht zur Entwicklung des weiblichen Charakters, weil diese auf sozialer Ebene so viele kleine Probleme hat, dass sie noch nicht bereit ist für eine solche Handlung. Die Geschichte wäre auch ohne einen Kuss gut geworden, vielleicht hätte man es sich für den zweiten Band aufheben können.
Die Gewaltverbrechen in Vergangenheit
und Gegenwart wurden von der Autorin gut durchdacht und mysteriös
verpackt, allein dadurch entsteht eine gewisse Grundspannung und Neugier
darüber, was alles dahinter stecken mag.
Das Ende beinhaltet eine Enthüllung sowie einen Cliffhanger, welcher den Leser sehnsüchtig auf den zweiten
Band warten lässt. Doch auch ohne den Cliffhanger würde ich mich
sehr auf die Fortsetzung freuen, weil es sich hier um einen gut
gelungenen Auftakt handelt, in dem man die Einleitung etwas kürzer
hätte fassen können.
Ich vergebe 4 von 5 Sterne!
Ich vergebe 4 von 5 Sterne!
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